Olympus Letzte? Die DSLR E-450
Olympus E-450 Datenblatt
- Das Handbuch der Olympus E-450 hier herunterladen
- Günstig erhältlich mit Kit-Objektiv 14-42 mm - Preis: Ab 229,00 Euro
- 10 Megapixel Auflösung
- 4/3 '' Live MOS Sensor
- Bildprozessor: TruePic III+
- Testfotos: Zur Galerie auf amazon.de
- Selbstauslöser: 12 s / 2 s (12 Bilder pro Sekunde)
- Live View: Wahl zwischen Kontrast- und Phasenkontrast-AF-System
- TTL Phasenkontrast- und Kontrastmessung
- ISO-Empfindlichkeit: ISO 100 - 1600
Die Olympus E-450 ist eine der besten digitalen Spiegelrefkexkameras aus dem Hause Olympus – und vielleicht die letzte. Seit 2009 ist die E-450 auf dem Markt. Seither hat es von Seiten des japanischen Herstellers keine Ankündigung zu einer neuen DSLR für Einsteiger gegeben. Das ist auf der einen Seite verständlich, wenn man sich die Entwicklung im Bereich kompakter Systemkameras (PEN Serie) und Optik (Micro Four Thirds Objektive) ansieht. Andererseits ist es aber auch schade. Denn die E-450 liefert viele Gründe auch weiter auf Olympus als DSLR Anbieter zu zählen.
Ein kompakter Begleiter mit guten Testergebnissen
Angekündigt war die E-450 als leichteste und kompakteste DSLR auf dem Markt. Und wenn man sie in der Hand hält merkt man was gemeint ist. Gerade einmal 380 Gramm wiegt das vergleichsweise zierliche Gehäuse. Auch mit dem 14-42mm Kit-Objektiv ist die Kamera noch sehr handlich. Ideal für den Einsatz unterwegs und auch sehr angenehm für alle Auf- und Umsteiger von Kompaktmodellen. Das Gehäuse wirkt aber bei aller vermeintlichen Fragilität nicht billig oder gar schlecht verarbeitet. Was die kleine Olympus von ihren Mitbewerbern unterscheidet, fällt bei einem Blick auf die Brennweite des angebotenen Kit-Objektivs sofort auf: Die E-450 hat keinen APS-C Sensor an Bord, wie man es von den anderen Einsteiger-Modellen kennt, sondern einen minimal kleineren Bildsensor, der unter anderem auch in den zuvor angesprochenen und sehr beliebten Micro Four Thirds verbaut wird. (Zu den Testergebnissen auf test.de: weiter)
Der Bildsensor – gut, aber kein APS-C
Der 4/3 ” Live MOS Sensor der Olympus E-450 liefert eine effektive Auflösung von 10 Megapixel. In den zeitigen riesiger Pixelzahlen erscheint das vielleicht ein bisschen niedrig. Entscheidend ist hier jedoch die Bildqualität. Und sofern man nicht großflächige Ausdrucke oder Poster erstellen will kann sich die E-450 mit vergleichbaren SLRs durchaus messen. Auf einem PC-Monitor abgebildet oder gedruckt in einem Fotobuch wirken die Bilder auch bei 10 Megapixel scharf, detailreich und hoch aufgelöst. Was allerdings erwähnt werden muss: Die Möglichkeit der Freistellung (also die Möglichkeit, den Hintergrund in Unschärfe verschwimmen zu lassen) ist bei der E-450 durch den kleineren Sensor nicht so einfach umsetzbar, wie bei einer DSLR mit APS-C Sensor. Der Look der Bildergebnisse gleicht dennoch den Ergebnissen eine herkömmlichen digitalen Spiegelreflexkamera, für extreme Freistellung sollten allerdings lichtstarke Objektive mit einer größtmöglichen Offenblende genutzt werden, wie zum Beispiel das hervorragende Zuiko ED 50mm f2.0, das zudem für Makroaufnahmen genutzt werden kann.
Auch das viel kritisierte Bildrauschen muss man ein wenig relativiert betrachten. Fest steht, dass ab ISO 800 das Bildrauschen sehr deutlich erkennbar wird. Der Grund dafür ist schlichtweg der etwas kleinere Sensor- hier werden die Pixel dichter gepackt als bei einem APS-C Sensor und sind daher anfälliger für digitale Störungen in Form von Rauschen. Die praktische Relevanz dieses Umstandes dürfte sich aber für die meisten Fotografen in Grenzen halten. Zumal die Bildqualität auch bei hohen ISO Werten nicht katastrophal ist und durch kamerainterne Einstellungen auch verbessert werden kann. So stehen neben der internen Rauschunterdrückung noch Funktionen wie Doppelbelichtung und Anti-Schock. Hinzu kommt die Möglichkeit Bilder im RAW Format zu speichern.
DSLR mit guter Ausstattung
Die Kamera ist zudem mit einem internen Blitzsystem ausgestattet. Dieses lässt sich in Drittel-Schritten auf Werte zwischen -3 und +3 einstellen. Mit etwas Übung lässt sich gut Einfluss auf die Beleuchtung nehmen. Zusätzlich kann man noch externee Blitzsysteme nutzen. Dank einer drahtlosen Steuerung können diese auch (räumlich) getrennt von der Kamera synchron verwendet werden. So lassen sich Motive noch besser in Szene setzen und das Umgebungslicht harmonisch mit einbeziehen.
Wie bereits erwähnt spricht die E-450 besonders Umsteiger von Kompaktmodellen an. Dafür sprechen zahlreiche Automatiken, interne Bildbearbeitungsmöglichkeiten und die Nutzerfreundlichkeit. Hinzu kommen die speziell von Einstern heiß geliebten Art-Filter. Mit Weichzeichnung, Pop Art Filter und Lochkamera kann man hier in vielen Situationen künstlerischen Einfluss auf die Bildergebnisse nehmen.
Automatisch oder manuell Fokussieren
Im LiveView kann man zwischen Kontrast- und Phasenkontrast-AF-System wählen. Beim manuellen Fokussieren ist eine 7 bis 10-fach Vergrößerung des Bildausschnitts möglich. Hinzu kommen unter anderem Belichtungskorrekturvorschau, Weißabgleichvorschau, Gradation (SAT), Gesichtserkennung und Aufnahmevorschau. Ideal verwendbar bei der Fotografie mit Stativ.
Was fehlt ist eine Bildstabilisierung – in manchen Fällen ist die Verwendung eines Stativs damit unumgänglich. Etwas unterdimensioniert erscheint auch das 2,7 Zoll HyperCrystal II LCD Display mit 230000 Pixeln Auflösung. Letzlich ist dies aber eher ein Eingeständnis des schnellen Wandels in der Fotografie. Schon 2009 konnte man auch mit diesem Display gut arbeiten. Und das hat sich auch 2012 im Angesicht der übermächtigen Konkurrenz hochauflösender Displays nicht geändert.
Was bleibt ist die Frage ob man von Olympus noch ein Nachfolgermodell erwarten darf. Der Trend scheint eher in Richtung kompakter Systemkameras zu gehen. Vermutlich werden sich neuere Modell der PEN Serie – statt wie bisher nur mit MFT Optik – auch mit der klassischen Four Thirds Optik einsetzen lassen. Ob Olympus seine E-Serie dann noch weiter ausbauen wird lässt sich schwer prognostizieren.
Testurteil – Olympus E 450 als günstige und hochwertige Einsteiger-DSLR
Unabhängig von diesen Überlegungen kann Einsteigern die E.450 guten Gewissens empfohlen werden. Auch angesichts des niedrigen Preises, aber keineswegs nur deshalb! Gerade die Kombinierbarkeit mit den hochwertigen FT-Objektiven von Olympus kann als eigenständiges Argument zählen. Auch die große Nutzerfreundlichkeit und vielen, einfach erlernbaren Gestaltungsmöglichkeiten machen die Olympus E-450 zu einer hervorragenden Einsteiger DSLR. Unser Kauftipp für das leichte Gepäck!
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This entry was posted onDonnerstag, März 1st, 2012 at 20:23 and is filed under Kameras, Olympus, Slider. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.











